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Vergangene Veranstaltungen

5 Jahre Abstand – Langzeitfolgen der COVID-19-Pandemie für Arbeit und Gesellschaft | 04.12.2025, 10:00-16:15 Uhr, Oldenburg

Der Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 hat das Leben in Deutschland grundlegend verändert. Nach den Eindämmungsmaßnahmen und den Auswirkungen in der Akutphase der Pandemie rücken nun die langfristigen Folgen in den Blick. Homeoffice, digitale Kommunikation und flexible Arbeitszeiten prägen den Arbeitsalltag von vielen Beschäftigten und auch Interessenvertretungen. Mit Long COVID ist ein neuartiges Krankheitsbild aufgetreten. Für Betroffene bedeutet dies oft eine massive Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität und gesellschaftlichen Teilhabe. Damit verbunden sind Fragen des Umgangs mit Long COVID in der Arbeitswelt und Konsequenzen für die betriebliche Gesundheitspolitik. Auch in den Sozialberufen etwa an Schulen sind die Folgen der Pandemie deutlich spürbar. Viele Schüler*innen weisen starke Lernrückstände auf und psychische Belastungen haben bei Kindern und Jugendliche deutlich zugenommen.

Auf der Tagung wurden diese verschiedene Langzeitfolgen der COVID-19-Pandemie in Form von Vorträgen und praxisnahen Workshops in den Blick genommen und damit verbundene Herausforderungen, Handlungsempfehlungen und Bewältigungsstrategien diskutiert.

Vortrag: Klatschen war gestern – Arbeiten nach der Pandemie

Sylvia Bühler (ver.di Bundesfachbereichsleiterin Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft)

Vortrag: Was bleibt von der Pandemie? Long COVID und arbeitsgesellschaftliche Langzeitfolgen

Prof. Dr. Hajo Holst (Wirtschaftssoziologie, Universität Osnabrück)

Vortrag: Alte oder neue Normalität? Anforderungen an betriebliche Gesundheitspolitik

Dr.in Barbara Splett und Dr.in Kristin Carls (Soziologische Forschungsinstitut Göttingen, SOFI)

Vortrag: Soziale Belastungen und Stress: Ungleiche Betroffenheit von Long COVID

Nicolai Gröpler (Institut für Sozialwissenschaften, Oldenburg)

You better work, B**ch! – Geschlechterungleichheit in der postpandemischen Arbeitswelt“ | 04.09.2025, 17:00-19:30 Uhr, TU Braunschweig

Am 4. September 2025 fand unter der Beteiligung der Kooperationsstelle Hochschulen-Gewerkschaften, dem Familienbüro der TU Braunschweig, der Stabstelle Strategische Hochschulentwicklung der TU Braunschweig und dem DGB, ein gemeinsames Dialogforum zur Entwicklung der Arbeitswelt nach der COVID-19-Pandemie statt. Ziel der Veranstaltung war es, feministische Analysen zu stärken, strukturelle Ungleichheiten sichtbar zu machen und Raum für kollektives Nachdenken zu eröffnen. Angelehnt an Britney Spears EDM-Hit, adressiert der Titel „You better work, b**ch! – Geschlechterungleichheit in der post-pandemischen Arbeitswelt“, die mit Beginn der Pandemie wahrgenommene Verschärfung der ungerechten Arbeitsverteilung zwischen den Geschlechtern.

Im sogenannten Barcamp-Format konnten die Teilnehmenden auf Augenhöhe mit Expert*innen diskutieren. Mit dabei waren Prof. Dr. Okka Zimmermann (TU Braunschweig / IU Internationale Hochschule), Franzi Helms (Liga für unbezahlte Arbeit) und Steffen Niehoff (Universität Osnabrück / COFONI Arbeitsweltmonitor), die jeweils eigene Schwerpunkte für die Kleingruppendiskussionen setzten. Die Ergebnisse dieser Diskussionen flossen in eine anschließende Podiumsdiskussion ein. Moderiert wurde die Veranstaltung von Anouk Almstedt (Referentin für Diversity Management an der TU Braunschweig).

Okka Zimmermann: „Es stellt sich in der Gruppe heraus, dass die geschlechtsspezifischen Erfahrungen von Frauen im Home Office sehr ähnlich sind, unabhängig von der Lebenssituation. Studierende, jüngere und ältere weiblich gelesene Arbeitnehmerinnen mit und ohne Kinder berichten zum Beispiel, dass bei Ihnen bei Homeoffice-Arbeit eine Care oder Hausarbeit-bezogene Begründung erwartet und vermutet wird, während bei Homeoffice bei Männern von konzentrierter Projektarbeit ausgegangen wird. Zudem werden Frauen dafür kritisiert, wenn Kinder bei Homeoffice-Tätigkeiten stören, während Männer bewundert werden für ihr familiäres Engagement. Auf der Suche nach Lösungen für diese und andere empfundene Missstände haben wir u.a. über die Notwendigkeit von Reflexion über private Geschlechterrollen sowie die Sichtbarmachung von und gesamtgesellschaftliche Verantwortung für Care-Arbeit gesprochen, die zudem gleichmäßiger verteilt werden sollte. Zudem haben wir uns über Mikrofeminismus im Alltag sowie Möglichkeiten der Überwindung des Vollzeitideals und der starken Identifikation über berufliche Rollen ausgetauscht, die private Rollen tendenziell abwertet.“

Franzi Helms: „In meinem Gruppendialog habe ich die Frage gestellt: Wie schaffen wir es, dass Überlastung und Benachteiligung von Sorgearbeitenden nicht länger als individuelle Probleme wahrgenommen werden – sondern als das, was sie sind: ein strukturelles Problem, das gesellschaftliche Veränderung braucht? Die Gespräche haben gezeigt, wie sehr die Pandemie bei uns allen noch nachhallt – jede*r mit eigenen Erfahrungen, die sich doch stark ähneln. Besonders beeindruckt hat mich die große Solidarität untereinander, unabhängig davon, ob die Teilnehmenden Kinder hatten oder nicht. Genau das brauchen wir auch über diese Veranstaltung hinaus: mehr Zusammenhalt und die klare Botschaft, dass Fürsorge das Fundament unserer Gesellschaft ist.“

Steffen Niehoff: „Wir konnten erste Ergebnisse zu den Langfristfolgen in die Diskussion einbringen, die nicht nur negative Aspekte wie bspw. anhaltend hohe Belastungen, sondern auch auf den ersten Blick positive durch die Pandemie angestoßenen Veränderungen wie nachhaltigen Vereinbarkeitsgewinnen umfassen. Gerade die positiven Langfristfolgen haben uns überrascht und wurden interessiert aufgenommen – ein klarer Arbeitsauftrag an uns, diese nun vertiefend zu analysieren. Klar ist aber auch – und das haben die Gruppen- und Podiumsdiskussion für mich auch gezeigt: Selbst bei ähnlichen Ausgangsbedingungen wie bspw. dem Homeoffice hat die Pandemie sehr unterschiedliche Langfristfolgen hervorgebracht, je nach Arbeitssituation und auch Lebenslage auf der einen Seite Autonomiegewinne in der Steuerung der eigenen Arbeit und der Vereinbarkeit von Arbeit und Leben, und auf der anderen Seite eine enorme Arbeitsverdichtung und der Erwartung, dass es selbstverständlich ist, Sorgearbeit und Erwerbsarbeit bruchlos zu vereinbaren.“

Wir bedanken uns bei der DRK Kaufbar für die leckere Verpflegung und bei allen Teilnehmenden für die anregenden Diskussionen. Hier finden Sie ein paar Impressionen der Veranstaltung.

Long-COVID-Dialogforum | 04.06.2025, 14:30-16:00 Uhr, Osnabrück und online

Rehabilitationsmaßnahmen werden bei Long-COVID-Betroffenen mit dem Ziel durchgeführt, Funktionseinschränkungen sowie Krankheitsfolgen zu reduzieren. Allerdings fehlt es bisher an speziellen Reha-Angeboten für die besonderen und unterschiedlichen Bedarfe bei Long-COVID, die wissenschaftlich evaluiert wurden. Damit Betroffene von einer Rehabilitationsmaßnahme bestmöglich profitieren, sprechen sich Wissenschaft und Teile der Politik für ein Neudenken des Reha-Ansatzes aus.

Die Referentin Dr. Mercedes Rutsch (Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Universität zu Lübeck) berichtete in ihrem Vortrag über zentrale Ergebnisse des Projekts „ReCo“ zur medizinischen Rehabilitation nach einer COVID-19-Erkrankung. Dabei gab sie Einblicke in die berufliche Entwicklung und bestehende Teilhabeeinschränkungen von Long-COVID-Betroffenen im Verlauf und nach einer Reha. Zudem wurden Optimierungspotentiale für die medizinische Rehabilitation und weitere förderliche Faktoren für die berufliche Teilhabe vorgestellt. Der Vortrag steht anhand der Präsentationsfolien zur Verfügung.

Long-COVID in der Arbeitswelt. Aktuelle Rechtsprechung, Angebote und notwendige Anpassungen | 21.05.2025, 18:00-19:45 Uhr, Osnabrück und online

Mehr als drei Jahre hat die COVID-19-Pandemie das Leben in Deutschland bestimmt. Die Langzeitfolgen sind vielfältig: Bis zu zehn Prozent aller COVID-19-Infizierten entwickeln Symptome einer Long-COVID-Erkrankung. Betroffene müssen dabei nicht nur mit den Symptomen umgehen. Eine schlecht vorbereitete Arbeitswelt erschwert die Aufrechterhaltung eines selbstbestimmten Lebens. Häufig ziehen sich Betroffene dann still aus dem Berufsleben zurück.

Im Rahmen der Veranstaltung informierten die Expertinnen Wiebke Böhne von der AOK Niedersachsen und Sonja Tschirch von der Post Vac Selbsthilfegruppe Osnabrück über die aktuelle Rechtslage im Arbeits- und Sozialrecht und über die sich daraus ergebenen Möglichkeiten für die finanzielle Absicherung, gesundheitliche Versorgung und Wiedereingliederung am Arbeitsplatz. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wurden Leerstellen und notwendige Anpassungen diskutiert. Hier finden Sie die Vorträge der Referentinnen und zusätzliche weiterführende Informationen zu dem Thema:

Vortrag Sonja Tschirch

Vortrag Wiebke Böhne

Urteile zu Long COVID und Post Vac

Abrechnungsmöglichkeiten für niedergelassene Ärzt*innen

Therapie-Kompass

Long-COVID-Aktionstag | 15.05.2025, TU Braunschweig

Die Kooperationsstelle Hochschulen – Gewerkschaften und das Betriebliche Gesundheits- und Eingliederungsmanagement der TU Braunschweig veranstalteten am 15. Mai einen Long-COVID-Aktionstag im Kontext von Studium und Arbeit. Angesprochen waren alle Statusgruppen der Universität – also Studierende, Angestellte, Führungskräfte und natürlich die Long-COVID-Betroffenen selbst. Nach einem Grußwort von Dietmar Smyrek, dem Vizepräsidenten für Personal, Finanzen und Hochschulbau der TU, gab es einen Vortrag von Prof. Dr. Dieter Jahn, der das Thema Long COVID als Betroffener und aktiv forschender Mikrobiologe beleuchten konnte. Der Vortrag steht anhand der Präsentationsfolien und als Video zur Verfügung.

Nach dem Vortrag konnten die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops über den Umgang mit Long COVID an der TU Braunschweig diskutieren und Lösungsansätze entwickeln. Begleitet wurde der Aktionstag durch Stände des Integrationsfachdienst für Schwerbehinderte Menschen im Arbeitsleben „Der Weg e. V.“ sowie die Selbsthilfegruppe Braunschweig „Leben mit Long Covid, PostVac, ME/CFS und Angehörige“.

Long-COVID-Dialogforum | 01.04.2025, 16:30 Uhr, online

In diesem Dialogforum wurde der Frage nachgegangen, wie die Versorgung von Long-COVID-Betroffenen in Niedersachsen aufgestellt ist und welche Möglichkeiten der Unterstützung wahrgenommen werden. Die Veranstaltung wurde durch einen Vortrag von Maike Stolz und Imke Koch von der MH Hannover eröffnet. Beide forschen im Rahmen des VePoKaP-Projekts (Versorgung von Patient*innen mit Post-COVID: Analysen von Kassendaten und von Perspektiven der Patient*innen, Angehörigen und Hausärzt*innen) zu den Versorgungsbedarfen und -möglichkeiten von Betroffenen. In ihrem Vortrag legten die Referentinnen einen besonderen Fokus auf die Belastungen und Bewältigungsstrategien im Arbeitsleben. Der Vortrag steht anhand der Präsentationsfolien und als Video zur Verfügung.

Die Veranstaltung richtete sich an alle Interessierten. Dazu explizit Betroffene, Betriebs- und Personalräte, Personen aus dem BEM/BGM und Personalverantwortliche.

COFONI-Arbeitswelt-Forum | 04.12.2024, 16-18:30 Uhr, Oldenburg

Die Corona-Pandemie hat nicht nur unser tägliches Leben, sondern auch die Arbeitswelt grundlegend verändert. Homeoffice, digitale Kommunikation und flexible Arbeitszeiten sind die offensichtlichsten Auswirkungen der Pandemie. Die pandemischen Auswirkungen auf den Umgang mit Krankheitsrisiken und Erkrankungen in unserer Arbeitsgesellschaft vollziehen sich dagegen wenig sichtbar. Dazu gehört auch der Umgang mit der Langzeiterkrankung Long COVID. So kämpfen viele Menschen nach überstandener COVID-19-Infektion mit anhaltenden Symptomen, die ihre Lebensqualität und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Wie viele Personen in Deutschland von Long COVID betroffen sind, ist derzeit noch unklar, da noch keine eindeutigen wissenschaftlichen Befunde vorliegen. Allerdings gehen verschiedene Studien und Befunde für andere Staaten davon aus, dass bis zu 10% der an COVID-19 erkrankten Personen später an Long COVID-Symptomen leiden.

Welche Konsequenzen werden in der Arbeitswelt bezüglich des Umgangs mit Krankheitsrisiken gezogen? Welche Folgen für die betriebliche Gesundheitspolitik lassen sich beobachten? Welche Maßnahmen sind notwendig, um ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen und die Integration von Long COVID-Betroffenen bei der Arbeit zu fördern? Und welche Langzeitfolgen hat die Corona-Pandemie für Erwerbstätige?

Mit diesen gesellschaftlich relevanten Fragen setzen sich im Rahmen des COVID-19-Forschungsnetzwerks Niedersachsen sowohl der „COFONI Arbeitswelt-Monitor“ als auch das Projekt „Betriebliche Gesundheitspolitik zur Pandemiebewältigung“ auseinander. Auf der Veranstaltung wurden die Zwischenergebnisse der Projekte durch Prof. Dr. Hajo Holst (Universität Osnabrück) und Dr.in Kristin Carls sowie Dr.in Barbara Splett (Soziologisches Forschungsinstitut SOFI Göttingen) vorgestellt. Anschließend diskutierten die Teilnehmenden in interaktiven Diskussionsrunden betriebliche Handlungsansätze für einen guten Umgang mit Long COVID. Die Vorträge stehen anhand der Präsentationsfolien und als Video zur Verfügung:

Vortrag von Prof. Dr. Hajo Holst: „Long Covid und Post Vac als arbeitspolitisches Handlungsfeld. Erste Ergebnisse des COFONI Arbeitswelt-Monitors“ (Folien und Video)

Vortrag von Dr.in Kristin Carls und Dr.in Barbara Splett: „Betriebliche Gesundheitspolitik nach der Pandemie – Zwischenergebnisse aus einem aktuellen Forschungsprojekt“ (Folien und Video)

COFONI-Arbeitswelt-Dialog | 23.10.2024, 14:30-17:00 Uhr, Osnabrück

Mehr als drei Jahre hat die COVID-19-Pandemie das Leben in Deutschland bestimmt. Nach den Eindämmungsmaßnahmen und Auswirkungen in der Akutphase der Pandemie, rücken nun die langfristigen Folgen in den Blick. Erste Ergebisse zeigen, dass bis zu 10 % aller COVID-19-Infizierten Symptome einer Long-COVID-Erkrankung entwickeln. Betroffene müssen dabei nicht nur mit den Symptomen umgehen. Eine schlechtvorbereitete Arbeitswelt erschwert die Aufrechterhaltung eines selbstbestimmten Lebens. Häufig ziehen sich Betroffene dann still aus dem Berufsleben zurück.

Das Dialogforum zielte auf einen Austausch zwischen betrieblicher und wissenschaftlicher Praxis, um nach Lösungsansätzen zur Arbeitsplatzerhaltung und Wiedereingliederung zu suchen. Im Rahmen der Veranstaltung berichtete Steffen Niehoff von erste Ergebnisse des COFONI Arbeitswelt-Monitors und
stellte darauf basierend Handlungsempfehlungen für betriebliche Akteur*innen dar. Der Vortrag steht anhand der Präsentationsfolien und als Video zur Verfügung.

Die Veranstaltung richtete sich an Gewerkschaftssekretär*innen und Ehrenamtliche, betriebliche Akteur*innen aus dem Personalwesen und BGM, Betriebs- und Personalrät*innen, Arbeitgeber*innen, Betroffene und alle weiteren Interessierten.

COFONI-Arbeitswelt-Dialog | 26.09.2024, 15-17:30 Uhr, Göttingen

Mehr als drei Jahre hat die COVID-19-Pandemie das Leben in Deutschland bestimmt. Nach den Eindämmungsmaßnahmen und Auswirkungen in der Akutphase der Pandemie, rücken nun die langfristigen Folgen in den Blick. Erste Ergebisse zeigen, dass bis zu 10 % aller COVID-19-Infizierten Symptome einer Long-COVID-Erkrankung entwickeln. Betroffene müssen dabei nicht nur mit den Symptomen umgehen. Eine schlechtvorbereitete und zu unflexible Arbeitswelt erschwert die Aufrechterhaltung einesselbstbestimmten Lebens. Statt einer Anpassung der Arbeitsbelastung oder Ausschöpfung von Wiedereingliederungsmöglichkeiten erfolgt häufig der stille Rückzug aus dem Arbeitsleben.

Das Dialogforum zielte auf den Austausch zwischen betrieblicher und wissenschaftlicher Praxis, um nach Lösungsansätzen zur Arbeitsplatzerhaltung und Wiedereingliederung zu suchen. Zu Beginn der Online-Veranstaltung sprach Derk Trei über das Thema „Long COVID: Belastung, Unwissen und Stigma“. Der Vortrag kann auch als Video angesehen werden.

Das Dialogforum richtete sich an Gewerkschaftssekretär*innen und Ehrenamtliche, betriebliche Akteur*innen aus dem Personalwesen und BGM, Betriebs- und Personalrät*innen, Arbeitgeber*innen, Betroffene und alle weiteren Interessierten.

COFONI-Arbeitswelt-Dialog | 06.06.2024, 10-12.30 Uhr, TU Braunschweig

In den vergangenen Monaten nahmen Berichte und Diskussionen über das Long-COVID-Syndrom zu. Bis zu 10 % aller COVID-19-Erkrankten berichten über Symptome, die mit Long-COVID in Verbindung gebracht werden. Aus diesem Grund fand am 6. Juni im Haus der Wissenschaft der TU Braunschweig das erste Long-COVID Dialogforum statt. Rund 55 Personen folgten im Auftakt Prof. Dr. Martin Kortes Vortrag „Long COVID – Wenn der Gehirnnebel bleibt“. Der Vortrag kann auch als Video angesehen werden.

Die Veranstaltung im Rahmen des COFONI-Arbeitsweltmonitors richtete sich an betriebliche, gewerkschaftliche und private Akteur*innen und zielte darauf, Betroffene und Verantwortliche zu einem Dialog zu bringen, der die mögliche Bewältigung gesundheitsbedingter, arbeitsrelevanter und persönlicher Krisen zum Thema hatte. Die anschließende Kleingruppendiskussion lieferte interessante Erkenntnisse über die spezifischen Herausforderungen von Long-COVID-Erkrankten in der Arbeitswelt und gleichzeitig kreative Möglichkeiten, wie in Zukunft besser auf soziale Krisen dieser Art reagiert werden kann. Die Ergebnisse der Diskussionen werden in die nächsten Dialogforen einfließen und sollen schließlich in Best-Practice-Modellen münden.

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